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Geschichte

 

Tragschrauber gibt es schon länger als man vielleicht zu Denken glaubt:

1907

Zu dieser Zeit experimentierten Louis und Jacques Bréguet zusammen mit Professor Richet mit ersten Hubschrauber-Prototypen. Die ersten Flüge waren sehr kurz aber von großer historischer Bedeutung. Es dauerte nicht lang und es stieg der "Gyroplan" von Bréguet und Richet bis ca. 4 Meter in die Höhe, dies war Ihr Modell Nr. 2 und war ein Zwitter zwischen einem Hubschrauber und einem Flugzeug.

1920

In Frankreich, Spanien und den Vereinigten Staaten erprobten Ingenieure motorgetriebene Fluggeräte für den Vortrieb und Drehflügel oder Rotoren für den Auftrieb. Der Franzose Oehmichen hat vier Auftriebsrotoren verwendet, außerdem dienten ihm zwei Hilfspropeller zur Erzeugung des Vortriebs, der Stabilisierung und der Steuerung.

Am 06.11.1922 flog der Hubschrauber Nr. 2 von Oehmichen etwa 30 Schwebeflüge in Höhen bis zu 3 Metern, legte eine Strecke von ca. 90 Metern über dem Boden zurück und schaffte Flugzeiten von bis zu 3 Minuten.

1923 

Der spanische Ingenieur Juan de la Cierva gab seinem Flugapparat den Namen "Autogiro" bzw. Tragschrauber. Die Experimente führte er durch, da er mit einem selbst entwickelten Bomber abstützte nachdem er in einen überzogenen Flugzustand geriet.

Der Motor des Autogiros, welcher auch Drehflügelflugzeug genannt wurde, trieb einen normalen Zugpropeller an. Bei genügend Geschwindigkeit begann der Auftriebsrotor sich im Fahrtwind zu drehen und erzeugte nach kurzer Zeit genügend Auftrieb um abzuheben. In der Luft konnte der Tragschrauber dann die gleichen Manöver ausführen wie jedes andere Flugzeug, bei der Landung allerdings war seine Vorwärtsgeschwindigkeit sogar bei weitem geringer. La Ciervas erster Tragschrauber flog am 31.01.1923 am Flughafen Cuatro Vientos in der Nähe von Madrid einen Kreis von 4 Kilometern in 3 Minuten und 30 Sekunden.

1927 

Der in Berlin ansässige Oberingenieur Engelbert Zaschka konstruierte einen der ersten Vorläufer des Trag- und Hubschraubers. Dabei handelte es sich um eine Art Drehflügelflugzeug, einem kombinierten Trag- und Hubschrauber, der mit zwei Rotoren ausgestattet war. Im Unterschied zu den bis damals bekannten Drehflügelflugzeugen waren die Rotoren des Zaschka-Rotationsflugzeugs mit einer zwei Kreiseln wirksamen Schwungmasse zwangsläufig rotierend verbunden. Mit dieser Technik wurde die Gleichgewichtsregelung des Flugapparates geregelt. Die Anordnung ermöglichte mit abgestelltem Motor den gefahrlosen senkrechten Gleitflug auszuführen. Bei einer im Jahr 1927 konstruierten Versuchsmaschine wurde eine mit 14 Metern Durchmesser rotierende Hubschraube auf einem Gerüst aufmontiert. Mit einer Motorleistung von 15 PS wurde der 360 Kilogramm schwere Apparat infolgedessen vom Erdboden abgehoben. Wegen fehlender finanzieller Mittel konnte diese Versuchsreihe nicht beendet werden.

1928

Am 18.09.1928 wurde bei einem Flug über den Ärmelkanal mit dem Autogiro Cierva C.8.II demonstriert, dass Turbulenzen dem Tragschrauber nichts ausmachen. Des Weiteren erreichte er auch eine Höhe von 1200 Metern bei einer Flugdauer von 18 Minuten. Auch bei den anschließenden Landungen wurden Anflugwinkel zwischen 15 und 80 Grad gewählt und gezeigt, dass auf sehr begrenztem Raum sicher gelandet werden kann. Damit zeigte das neue “Flugzeug mit den rotierenden Flügeln”, daß beim Landeanflug niemals der fatale Strömungsabriß auftreten konnte unter beibehaltung der praktischen Vorzüge einer hohen Fluggeschwindigkeit.

 

Allerdings konnten diese Erfolge nicht die Tatsache verschleiern, dass der Startvorgang damals noch eine recht umständliche Sache war. Da die Rotoren keinerlei Antrieb hatten, konnten sie dem Tragschrauber im Stand auch keinen Auftrieb verleihen, womit eine lange Anrollstrecke vonnöten war, wenn dann der Boden noch hart und uneben war, schlugen die Rotorblätter häufig gegen das Leitwerk.

1929

1929 konstruierte sein Erfinder ein Leitwerk, das vor den Rotoren geschützt war, und im selben Jahr versahen diejenigen amerikanischen Firmen, die den Tragschrauber unter Lizenz nachbauen durften, den Autogiro mit einer Vorrichtung, die einen Teil der Antriebsenergie auf die Rotoren übertrug, und erst wenn die Auftriebsgeschwindigkeit erreicht war, drehten sich die Rotoren wieder frei: Diese Abänderungen verringerte die Anrollstrecke auf nunmehr angenehme 10 bis 30 Meter.

 

Nachdem de la Cierva bei einem Flugzeugabsturz im Dez. 1936 ums Leben kam, ging eine Leitfigur für die Entwicklung der Tragschrauber verloren.

1937

In Frankreich verbesserten Louis Breguet und Rene Dorand ihren "Gyroplane" ständig weiter und konnten 1937 bei Probeflügen neue Weltrekorde aufstellen. Diese wurden wenige Monate später von den erstaunlichen Leistungen des deutschen Hubschraubers Focke-Wulf Fw 61, welchen Professor Focke entwickelt hatte, wiederum deutlich in den Schatten gestellt.

1942

In Deutschland wurde der Tragschrauber – Focke-Achgelis Fa 330 auch „Bachstelze“ genannt – an einer Leine hinter dem aufgetaucht fahrenden U-Boot her gezogen. In dem unmotorisierten Schlepp-Tragschrauber saß als Ausguck eine Person. In Großbritannien diente der Tragschrauber Ciera C.30 „Rota“ – in Form einer Staffel als Radarüberwachung. Sogar in Japan verwendete man ihn als Artilleriebeobachtung und Abwehr von U- Booten, durch umgebaute Frachter.

1964

Dr. Igor Bensen erfand den GyroCopter neu. Dieser „Gyro“ bekam sogar im Fliegerkreis hohe Anerkennung und bekam einen Auftritt in einem James-Bond Film.

1983 

Das Ultra-Leicht-Fliegen (kurz UL) wird in Deutschland legalisiert, nachdem dieser Flugsport im Ausland immer beliebter wurde. Dies ermöglicht überhaupt erst das legale Fliegen der UL-Geräte im deutschen Luftraum.

1990 

In den 90er Jahren folgte die Entwicklung des ersten Tragschraubers im UL-Format dem Magni M14/M16, durch den Italiener Magni. Kurz danach folgte die spanische Firma ELA mit dem ELA 07.

2003

Mit dem MT-03 (letztich ein stark modifizierter ELA07) gelang es zwei deutschen Pionieren Thomas Kiggen und Michael Ulrich als Träger des Tragschrauber Erprobungsprogramm des DULV im Oktober 2003 die erste Musterzulassung für Tragschrauber in Deutschland zu erhalten, trotz der strengen Bauvorschriften für die Luftsportgeräte. Die Bezeichnung des MT-03 ist eine Ableitung der Vornamen (Michael und Thomas) und dem Musterzulassungsjahr 2003. Kurz darauf legten Sie den Grundstein für die erste zugelassene Ausbildungsstätte für Tragschrauberpiloten in Deutschland.

 

Um den Prototypen nach der Musterzulassung zu einem serienfähigen Gerät und mit entsprechenden Stückzahlen zu Produzieren gaben Sie in 2004 die Produktion in die Hände der Firma Autogyro-Europe, welche die nötige Infrastruktur und das KnowHow für die Produktion haben. Seitdem kann man in Deutschland das Tragschrauberfliegen offiziell erlernen. Für Piloten mit einer vorhandenen Ultraleicht-Lizenz sind nur eine zusätzliche Prüfung und wenige Flugstunden nötig.

HEUTE  

Heute wird der Gyrocopter viel für Hobby- und Freizeitflüge genutzt und bietet als Tragschrauber den Vorteil niedriger Anschaffungs- und Betriebskosten.

Aber auch für Rund-, Foto- und Kontrollflüge ist es ein unvergleichliches Gerät. So nutzt die Landespolizei Brandenburg nach umfangreichen Tests in 2007-2008, welches die Praxistauglichkeit des Tragschraubers für die Polzei bestätigt hat, bei Bedarf den Tragschrauber für Ihre Einsätze.

ZUKUNFT 

Unternehmen planen und experimentieren. Die Nachfrage als auch Produktionsmenge steigt sehr rasch an.  Hier wird noch einiges passieren, soviel ist sicher.

 

 

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